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MAC GUFFIN 07/2003 - C. Huemer

KVE:R - QUER.SAMPLER LITERATUR UND POP

(...) Pumpkin Records, die erste Grazer Adresse für verschrobenes Kompilieren, hat nun den QUER.SAMPLER, ein Projekt im Rahmen von Sprachmusik und Graz 2003, im Literaturhaus, der ersten Grazer Adresse für Zurschaustellung verschnupfter Bürgerlichkeit, vorgestellt und dabei deutlich gemacht, daß es zweiteren Weg den Vorzug gibt. (...) Die Neigungsgruppe "Die tun was" spielt: Wir spielen "Wir tun was", und nimmt sich mit dieser mausgrauen Ironie leider und wahrscheinlich vorsorglich jegliche Relevanz. 
Ausgenommen seien hier noch ausdrücklich PORTNOY, die - der Ungnade geographischer wie marktstrategischer Begebenheiten zum Trotze - hier so intensiv und kompromißlos Lilian Faschinger vertonen, wie man es von ihren Live-Performances kennt. 

(Pumpkin Records/Hoanzl/www.kuerbis.at)

gong songmp3 (2,52 MB)


KRONENZEITUNG 31.05.2003 - Walter Mocnik

Portnoy mit Brit-Pop aus Graz
Frische Melancholie

In den 80er-Jahren war Portnoy eine heimische Kultband, die dann still und leise eine Pause einlegte. Doch die langjährige Absenz hat dem musikalischen Schaffen von Sänger-Mastermind Heimo Mitterer und Gründungsmitglied Harro Werth nicht geschadet. Wenn auch sanfte Töne die aggressiven überwiegen, wie man sich beim stimmungsvollen Comeback-Konzert in der Grazer Generalmusikdirektion überzeugen konnte. Melancholische Songs mit einer gehörigen Portion Frische, schrägen Gitarren (Marcus Heider, Norbert Wally) und einer gewohnt wuchtigen Anne Weinhardt am Schlagzeug sowie Albrecht Klinger am Bass zeigten, dass heimischer Pop völlig zu Unrecht ausgehungert wird.


KLEINE ZEITUNG 25.05.2003 - Walter Titz

Lebendige Geschichte(n)
"Portnoy", heimische Kultband, legt ihr Opus magnum vor: 114 Minuten Klang- und Textabenteuer, auf die man sich konzentriert einlassen sollte.

"Great Stuff" ist eine Abteilung auf der Homepage der Band Portnoy. Mit Empfehlungen von Filmen, Musik, Büchern. Alles erstklassig, keine Beschwerde. "Great Stuff" ist auch Portnoys neue Doppel-CD mit (ein "hidden track" nicht gerechnet) 22 Songs. So viele wie der Albumtitel Buchstaben hat: "The Anatomy of Melancholy". Robert Burtons gleichnamiger Klassiker findet sich selbstredend auf der "Great Stuff"-Liste.

Heimo Mitterer und Anne Weinhardt, harter Portnoy-Kern, weben aus den Songs - vier hat Gabriele Mitterer getextet und komponiert, weitere "lyrics" steuern Lilian Faschinger, Ronald Tingl, Robert Kozak und Günter Hohl bei, "The inner Light" stammt von George Harrison, "She doesn´t exist" von Robyn Hitchcock - eine dichte Textur, deren Fäden weit in die Popgeschichte ausgespannt sind. Speziell die 60er-Jahre mit ihren bahnbrechenden Grenzüberschreitungen sind es, deren kreativem Überfluss Portnoy 2003 beeindruckende Variationen abgewinnt - melodiöse, rockige, schräge.
"The Anatomy of Melancholy" bietet 114 Minuten Klang- und Textabenteuer, die Vergleiche herausfordern, diese aber absolut nicht scheuen müssen. Nur ganz selten ist der Portnoy-Sound etwas zu sehr ins Zitat verliebter Meta-Pop. Aber das ist auch keine wesentliche Beschwerde.


STEIRERMONAT 05/2003 - Wolfgang Wildner

Portnoy spuken

Heimo Mitterer präsentiert sein Opus magnum demnächst in der GMD.
Jetzt erscheint es, das retromusikalische Werk auf der Höhe der Zeit, von monumentaler Wucht und überaus stringenter Durchführung. Portnoy-Mastermind und -Handlungsbevollmächtigter Heimo Mitterer präsentiert sein in langjähriger Arbeit ausgebrütetes Album "The Anatomy of Melancholy" live in der Grazer Generalmusikdirektion. Er umgibt sich mit den exzellenten Musikschaffenden Marcus Heider, Norbert Wally, Harro Werth, Albi Klinger und natürlich Anne Weinhardt, die eigenhändig das Schlagwerk bei den Aufnahmen zu dieser denkwürdigen CD malträtiert hat.


STEIRERMONAT 08/2002 - Wolfgang Wildner

Kompromisslos

Heimo Mitterers neue mit Anne Weinhardt eingespielte Portnoy-CD erscheint im Herbst. Ein Ereignis von Tragweite!
Portnoy ist Mitterers Band und sie besteht im Wesentlichen aus ihm. Er ist ein Soundmagier. Portnoy gibt es schon ewig. Eine legendäre Grazer Band, beinahe sagenumwoben. Die raren Live-Auftritte haben fast schon Mythenbildung verursacht. Mitterers musikalischer Output hält sich quantitativ in Grenzen, ist jedoch Konzeptkunst auf höchstem Niveau. (...) Anklänge an alles, was uns einst berührte, insbesondere Beatles und Pink Floyd. Oder Pete Hamill. "Ich bin retro", sagt Mitterer. Artifiziell unkünstlich. Ein Widerspruch, den Mitterer in Nichts aufgelöst hat. Ein durch und durch modernes Werk. Populärkultur auf der Höhe der Zeit. Erstaunlich.


BACK AGAIN 07/2002

LiebeSeXXXAmour – Compilation (CD 2002)
(Pumpkin Records/Hoanzl/www.kuerbis.at)

Das österreichische Label Pumpkin Records hat vor einiger Zeit einen Themensampler mit dem Titel „Heimat“ auf den Markt gebracht. Nun folgt ein weiterer Sampler, der sich dieses mal das Thema „Liebe“ vorknöpft. Auf der CD sind ausschließlich österreichische Bands vertreten. (...) PORTNOY bringen das beste Stück des Samplers. Ebenfalls wieder Damengesang, sehr schräge Musik und ein stampfender, aber nicht elektronisch-technoider Rhythmus, sondern handgemacht. (...) (H.H.)


HAUBENTAUCHER 07/2002

CD des Monats Juli: LiebeSeXXXAmour

(...) Und diesmal dreht sich alles um die Liebe (oder zumindest um glühende körperliche Liebe). Neben den erfreulichen Sonntagskindern und dem wieder einmal souveränen Clemens Haipl, bestechen vor allem PORTNOY, eine Grazer Band, die wir eigentlich schon in den ewigen Jagdgründen vermutet hätten, die aber recht vital klingt. (...)


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